Kindergärten in der Diskussion

In Sachen Kindergärten gibt es derzeit zwei grosse Themen:

 

Der KIndergartenstandort

Die Planung der für die Kindergartenentwicklung zuständigen Stelle in der Gemeinde hat leider viel zu spät aufgezeigt, dass in 2016 fast 50 Kindergartenplätze in Mühltal fehlen. Erst durch massive Intervention betroffener Eltern wurde das Thema offensichtlich. Kurzfristig wurden in 2016 Notplätze geschaffen, die nur für kurze Zeit genutzt werden können.

Jetzt geht es um die Frage, wie im Frühjahr 2017 genügend Plätze bereitgestellt werden können. Die FDP setzt sich dafür ein, dass im Bereiche Nieder-Ramstadt/Trautheim ein neuer Kindergarten mit bis zu 4 Zügen gebaut wird. Wir bevorzugen einen privaten Träger. Wir schätzen die Zeit von der Grundstücksauswahl bis zur Fertigstellung mit 3 bis 4 Jahre ein. Für die Übergangszeit von Frühjahr 2017 bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens soll an der Kreissporthalle nach unserer Vorstellung ein preiswerter Containerbau als Zwischenlösung erstellt werden, die dann nach dem Umzug der Kindergartengruppen wieder abgebaut oder zur Erweiterung der Pfaffenbergschule an den Kreis übergeben werden kann.

Der Übergangsstandort an der Kreissporthalle ist aufgrund der heute schon sehr starken Verkehrsbelastung nicht für einen Dauerbetrieb geeignet. Wir lehnen daher eine Aufstellung von sehr hochwertigen Holzcontainern an dieser Stelle ab, da dafür Mittel in Höhe von ca 1,5 Mio € benötigt werden würden. Diese Gelder fehlen dann für den geplanten neuen Kindergarten. Wir haben die Befürchtung, dass mit einer solchen sehr teuren Übergangslösung trotz aller gegenteiliger Bekundungen am Pfaffenberg eine Dauerlösung geschaffen werden wird.

Die Gemeindevertretung hat sich im Dezember 2016 mehrheitlich für eine Dauerlösung am Pfaffenberg entschieden. Der ursprüngliche CDU-Antrag auf eine Befristung von 5 Jahre wurde sogar zurückgezogen. Die Mehrheit aus CDU/SPD und GRÜNE möchte also den Pfaffenbergstandort langfristig für einen Kindergarten nutzen. Die FDP-Fraktion hat dagegen gestimmt, da sie mit diesem Beschluss die Schaffung eines neuen konventionell gebauten Kindergartens an einem geeigneteren Ort verbaut ist.

 

Die Kindergartengeühren

Derzeit nimmt die Gemeinde pro Jahr ca 215 Tsd € an Kindergartengebühren ein. Seit 5 jahren wurden die Beiträge nicht mehr erhöht, sodass der Zuschussbedarf durch die Gemeinde von Jahr zu Jahr gestiegen ist. Das überfordert die Finanzen der Gemeinde. Die Unterdeckung bei den gemeindeeigenen Kindergärten ist seit 2013 von Minus 756 Tausend Euro auf Minus 1.322 Tausende € in 2016 gestiegen. Die Personalkosten machen bei diesem Anstieg des Verlustes von 566 Tausend Euro nur einen Anteil von 219 Tausend € aus. Ziel der FDP-Fraktion ist, binnen 5 Jahren ca 25% der Kosten durch Elternbeiträge zu erzielen; heute liegen wir bei ca 16%.  Das bedeutet nach unseren Berechnungen eine Steigerung der Beiträge pro Jahr im Schnitt um rund 10% zuzüglich des jeweiligen Tarifabschlusses.

Obwohl eine solche Erhöhung schmerzhaft ist, hat die Kindergarteneltern-Initiative einmalig einer Beitragserhöhung  für 2017 zugestimmt. Es ist gut, dass bürgerschaftliches Engagement sich nicht nur egoistisch um die Durchsetzung der eigenen Interessen kümmert, sondern auch bereit ist, Lasten zu übernehmen. Leistung und Kosten sind zwei Seiten einer Medallie. Jetzt geht es darum, dass die gemeindlichen Kindergräten besser ausgestattet werden, sodass für auch die Kinder von der höheren Belastung der Eltern profitieren.

Wir sind gespannt, ob im Haushalt 2017 sich die Befürworter der teuren Containerlösung auch so konsequent für eine Verbesserung der Situation der Kinder einsetzen werden.

 

Waldkindergarten

Der Waldkindergarten wird bezuschusst mit 45 Tausen Euro für den Betrieb im IV. Quartal. Diese  Zuwendung ist abzurechnen und erhält zusätzlich einen Investitionskostenzuschuss von 40 Tausend Euro. In Summe dürfte dieser Kindergarten den Gemeindehauhsalt mit rund 100 Tausend € belasten. Wir sehen diese Kostenentwicklung mit Sorge. Deshalb hat die FDP eine Anfrage an den Gemeindevorstand gestellt: Anfrage Waldkindergarten

Eine Antwort liegt noch nicht vor. (Stand: 31. Dezember 2016)

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